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Inserat: Aufgaben beschreiben - Wie Kandidaten verstehen, ob die Stelle zu Ihnen passt

Vage Aufgabenbeschreibungen wecken Zweifel – bei genau den Leuten, die passen würden. So formulieren Sie Rolle und Verantwortlichkeiten, die ansprechen und filtern.

Corrado beschreibt die Stelle in drei Sätzen: «Renovationsarbeiten, Aussenarbeiten, gelegentlich Kundenkontakt». Ein Bewerber kommt zum Gespräch und fragt: «Arbeite ich eher auf Baustellen oder in Wohnungen?» Corrado merkt, dass er das nie erwähnt hat. Im Inserat stand es tatsächlich nirgends.

Wer sich für eine Stelle interessiert, fragt sich vor allem eines: Was werde ich dort täglich tun? Vage Formulierungen wecken Zweifel – bei genau den Leuten, die passen würden. Wer konkret schreibt, was auf jemanden zukommt, hilft Kandidaten, sich selbst zu filtern. Und spart sich Bewerbungen von Leuten, die es erst im Gespräch merken.

Warum vage Aufgaben die falschen Kandidaten anziehen

«Sie unterstützen unser Team bei vielfältigen Aufgaben.» Dieser Satz steht in fast jedem zweiten Inserat – und sagt niemandem etwas. Für den Kandidaten bedeutet er: Ich weiss nicht, was mich erwartet. Für den Falsch-Passung bedeutet er: Klingt gut, ich bewerbe mich trotzdem.

Das Problem ist nicht, dass zu viel gesagt wird. Es ist, dass zu wenig gesagt wird. Wer keine konkreten Aufgaben nennt, überlässt dem Kandidaten die Interpretation – und jeder interpretiert anders. Gute Kandidaten zweifeln, ob sie passen. Ungeeignete Kandidaten bewerben sich auf Verdacht.

So beschreiben Sie Aufgaben, die ansprechen und filtern

Drei bis fünf Aufgaben reichen – aber jede sollte so konkret sein, dass der Leser sich vorstellen kann, was er an einem Dienstagnachmittag tut.

Aktive Verben statt Hüllwörter. Nicht «Sie sind zuständig für», sondern: renovieren, beraten, koordinieren, montieren, planen, erfassen. Aktive Verben machen klar, was wirklich gemacht wird.

Kontext, wo er hilft. «Sie beraten Kunden» ist gut. «Sie beraten Kunden direkt auf der Baustelle» ist besser. Der Unterschied ist klein – aber er zeigt, ob jemand gerne draussen ist oder lieber im Büro.

Eigenständigkeit benennen. Arbeitet die Person allein auf dem Einsatz oder immer im Team? Übernimmt sie Verantwortung für Aufträge oder führt sie Anweisungen aus? Das ist für viele Kandidaten ein entscheidender Punkt.

Besondere Eigenheiten erwähnen. Ist die Stelle körperlich anspruchsvoll? Gibt es Früh- oder Spätdienste? Wird häufig gereist? Ein ehrlicher Hinweis filtert besser als jede Anforderung – weil er Erwartungen klar setzt, bevor jemand anfängt.

Vage Konkret
Aktive Verben: renovieren, beraten, koordinieren «Zuständig für», «unterstützen», «mitarbeiten»
3–5 Aufgaben, jede ein konkreter Satz Eine lange Liste mit 10+ Punkten
Kontext und Eigenständigkeit erwähnen Nur den Berufsbereich nennen ohne Inhalt

Wer konkret schreibt, was auf jemanden zukommt, bekommt Bewerbungen von Leuten, die wissen worauf sie sich einlassen. Das spart Zeit auf beiden Seiten – und führt zu besseren Gesprächen.



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